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Lockstedt - das gallische Dorf an der Aller

LOCKSTEDT - welches eigentlich aus zwei Dörfern besteht, wovon das eine das große und das andere das kleine Dorf heißt - liegt am Fluss Aller in unmittelbarer Nähe zur niedersächsischen Grenze. Im Zentrum des Ortes steht eine neuromanische Kirche. Jenseits der Aller, die LOCKSTEDT südwestlich flankiert, verläuft die Landesgrenze parallel zum Fluss.

Diese Grenze, die heute eine innerdeutsche ist, hat den Ort über 4 Jahrzehnte wesentlich geprägt, war sie doch die überwiegende Zeit ein unüberwindbares Hindernis und die Trennung zweier politischer Systeme, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Zwar haben sich die LOCKSTEDTER damit arrangiert, eine gewisse offensive Grundhaltung ist ihnen in all den Jahren jedoch nicht verloren gegangen. Kontakte in den „Westen“ - am Anfang noch im kleinen Grenzverkehr - wurden trotz der widrigen Umstände aufrechterhalten. Diese Grenze haben die LOCKSTEDTER 1989 zuerst selbst geöffnet (und über Nacht auch wieder verschlossen; zumindest immer wieder, ein paar Tage lang) und sie dann auch teilweise abgebaut. Nach der Wende wurde im Zentrum des Dorfes eine Friedenseiche gepflanzt, die gehegt und gepflegt wird und die über die Jahre prächtig gediehen ist. In LOCKSTEDT wird gehandelt und umgesetzt. Gemeinsame Ziele werden konkret verfolgt. So gibt es auch bei kommunalpolitischen Entscheidungen hin und wieder eine gesunde, angebrachte Skepsis, die zum Ausdruck gebracht wird.

LOCKSTEDT ist weltoffen und tolerant. LOCKSTEDTER pflegen ausgezeichnete Kontakte zu ihren unmittelbaren Nachbarn und sind sehr gastfreundlich. Willkommen geheißen werden Besucher schon am Ortseingang. Wer aber Böses im Sinn hat oder nicht ehrlich ist, macht lieber einen großen Bogen um den Ort, sonst landet er in der Aller.

Ihre Verbundenheit zur Heimat zeigen die LOCKSTEDTER auch, wenn es sie in die weite Welt verschlagen hat. Regelmäßig findet ein Heimatfest – das LOCKSTEDTER Treffen – statt. Viele ehemalige LOCKSTEDTER kommen aus der ganzen Welt angereist und freuen sich Verwandte, Freunde und Bekannte wiederzusehen und ihren Ort als quicklebendige Gemeinde.

Ausgestattet mit einem gesunden Menschenverstand, Mut und ausgeprägtem Rechtsempfinden bildet LOCKSTEDT eine Gemeinschaft die zusammenhält, das Dorfleben fördert und die sich auch gegen Unwegsamkeiten zur Wehr zu setzen weiß. Und das gemeinsam, ob jung, ob alt, zum Wohle des Dorfes und seiner Bewohner; gewürzt mit einer gesunden Mischung aus Gastfreundschaft, Nächstenliebe und subtilem Humor. Das ist LOCKSTEDT.

Widerstandsfähig. Kritisch. Unbeugsam. Ein bisschen gallisch eben. WILLKOMMEN an der ALLER, willkommen in LOCKSTEDT!

Text: Matthias Malicke, Lockstedt

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